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Lawinen-Verschüttetensuche mit LVS

Ein Verschüttung kann leider trotz bester Vorbereitung passieren. Es ist auch statistisch bewiesen, das unerfahrene sowie 'alte Hasen' gleich oft verschüttet werden. Damit ein Ausflug aber nicht gleich tödlich endet muss die Lawienverschüttetensuche verinnerlicht und oft geübt werden. Wichtig ist dann noch vor allem eine vollständige Ausrüstung bei allen Skitouren- bzw Schneeschuhgehern!

Folgendes umfasst die vollständige Sicherheitsausrüstung:
- LVS-Gerät
- Lawinensonde
- Schaufel
- Erste Hilfe Set

Eine Übersicht der am Markt befindlichen Geräte und deren Unterschiede sowie Informaionen zur unktionsweise bekommt ihr auf der Seite LVS-Geräte und LVS-Techniken.

Die Überlebenschance ist, wenn man erfasst wurde, im allgemeinen nicht sehr hoch. Das abgebildete Diagramm zeigt die Chance in Prozent zur verstrichenen Zeit an. Wohlgemekt gelten die Angaben nur bei einer Verschüttung mit Atemhöhle, da sonst der Erstickungstod sehr schnell eintritt. Nach 15 Minuten ist der erste starke Abfall der Wahrscheinlichkeit, da dann meist der Sauerstoffvorat in einer typischen kleinen Atemhöhle erschöpft ist. Aufgrund der Stresssituation verbraucht der Körper deutlich mehr Sauerstoff. Der zweite starke Abfall ist nach ca. zwei Stunden, da dann die Körperkerntemperatur soweit abgesunken ist, das der Kreislauf kolabiert.

Überlebenschance bei Verschüttung mit Atemhöhle

Überlebenschance bei Verschüttung mit Atemhöhle



Viel üben und funktionstüchtige Ausrüstung

Grundsätzlich gilt folgende Suchmethode:
1. Grobsuche, 2. Feinsuche, 3. Punktortung, 4. Sondieren, 5. Bergen, 6. Erste Hilfe

Schematische Darstellung des Suchvorgangs

Schematische Darstellung des Suchvorgangs

1. Grobsuche
Das Schneefeld wird längs abgeschritten. Zwischen den einzelnen Suchwegen werden ca. 20m Meter Abstand gehalten. Man untersucht so immer den Bereich 10m nach links und nach rechts. Ein typischer Piepser hat mindestens eine Reichweite von 25m und sollte daher so erfasst werden. Sobald man einen Kontakt hat folgt die Feinsuche.

2. Feinsuche
Bei einem digitalen Gerät folgt man der Signalrichtung bei einer kleiner werdenden Entfernungszahl. Bis ca. 10m zügig gehen, darunter langsamer werden und genau auf Richtungsänderungen aufpassen. Bei der kleinsten Entfernung fängt die Punktortung an.
Bei analogen Geräten folgt man dem immer lauter werdenden Ton. Hierbei alle paar Schritte ob man die Richtung ändern muss (kurz nach rechts und links schwenken). Da wo der Ton am lautesten ist mit der Punktortung fortfahren.

3. Punktortung
Das wichtigste bei einer Punktortung ist ein langsames und gleichmäßiges Vorgehen. Des Weiteren darf das Gerät nicht mehr gedreht oder geneigt werden, sondern muss immer in die selbe Richtung gerichtet sein, da sonst eine falsche Stelle zur Sondierung ermittelt werden kann und so unnötig Zeit verloren geht.
Das System ist nicht schwer: es wird in eine Richtung gesucht (vor und zurück oder rechts und links) und an der kleinsten Entfernung bzw. am höchsten Laut in die jeweils andere Richtung gewechselt. Dieses wird solange durchgeführt, bis kein niedrigere Entfernung mehr angezeit wird bzw. höherer Ton mehr zu hören ist. An dieser Stelle mit der Sondierung anfangen.

Abwechselnd die Achsen absuchen und nie das Gerät drehen

Abwechselnd die Achsen absuchen und nie das Gerät drehen

4. Sondierung
[TODO]

[TODO] Sondierung Bild

5. Erste Hilfe
Ausführliche Infos bekommst du hier: Rettungskette, Lebensrettendes, Wundversorgung und Wiederbelebung

Sonderfall Mehrfachverschüttung
Eine Mehrfachverschüttung ist komplizierter, da die Signale oft nicht einfach unterschieden werden können, wenn die Opfer nahe bei einander liegen. Hier sind aktuelle digitale Geräte eindeutig den älteren überlegen, da sie automatisch die Signale differenzieren und teilweise auch die Lage graphisch darstellen können.
Die Systematik: ab der Lage des letzten georteten wird in einem Radius von 3 Meter ein Kreis um diesen abgelaufen. Wird kein Signal empfangen, wird die erneut in 6 und 9 Metern ein Kreis abgelaufen. Falls dann noch nicht alle Verschütteten geortet sind, ist mit der Grobsuche weiterzufahren (in der oberen Graphik bei Punkt 2). Wenn nur beim Verschütteten mit der Grobsuche weiter fortgefahren wird, kann es sein, das Opfer unentdeckt bleiben, also immer am Punkt des ersten Kontakts fortfahren!

Der vollständigkeitshalber sei noch erwähnt das das Recco System kein Ersatz für ein LVS-Gerät darstellt. Es dient nur dem 'Pisten-Skifahrer' als Notfallsystem. Eine Kameradenrettung, die meist die einzige Rettung bedeutet, kann damit NICHT durchgeführt werden.

 

Weiterführende Literatur

3x3 Lawinen Powderguide Lawinen: Risiko-Check für Freerider SnowCard. Lawinen-Risiko-Check

 
 
 
 

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